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Grundkenntnisse der Lager

Als wichtiger Bestandteil moderner Maschinen Lager sind weit verbreitet. Wir alle kennen sie und wissen mehr oder weniger darüber.

LagerLager bestehen im Allgemeinen aus einem Innenring, einem Außenring, Wälzkörpern und einem Käfig. Bei abgedichteten Lagern kommen noch Schmierstoff und Dichtungen (oder Abdeckscheiben) hinzu. Das ist im Wesentlichen der Aufbau von Lagern.

Je nach Betriebsbedingungen des Lagers können unterschiedliche Lagertypen ausgewählt werden, um dessen Funktion optimal zu erfüllen und seine Lebensdauer zu verlängern. Bei der Auswahl von Lagern sind folgende Faktoren zu berücksichtigen:

Radiallast

Axiallast

Drehzahlvorgaben

Radialer Rundlauf

Axialer Rundlauf

Betriebstemperatur

Lärmanforderungen

Schmierzustand

 

Das Lagermodell besteht in der Regel aus einem Präfixcode, einem Basiscode und einem Postfixcode. Die Lagerbezeichnung wird üblicherweise nur durch die Basisbezeichnung angegeben. Das Basismodell setzt sich in der Regel aus drei Teilen zusammen: dem Typencode, dem Größencode und dem Code für den Innendurchmesser. Der Postfixcode verwendet Buchstaben und Zahlen, um die Konstruktion, Toleranzen und speziellen Materialanforderungen anzugeben. Der Präfixcode kennzeichnet die Unterkomponenten des Lagers, die durch Buchstaben gekennzeichnet sind.

 

1. Grundlegender Codename

Der Basiscode dient zur Angabe des Innendurchmessers, der Durchmesserreihe, der Breitenreihe und des Lagertyps, in der Regel bis zu fünf Stellen, wie folgt:

1) Der Innendurchmesser des Lagers wird durch die erste Ziffer von rechts im Basiscode angegeben.

Der Innendurchmesser von Lagern mit einem üblichen Innendurchmesser von d = 20 bis 480 mm ist in der Regel ein Vielfaches von 5. Die beiden Ziffern der Kennziffer geben den Quotienten aus dem Innendurchmesser des Lagers und 5 an, z. B. 04 für d = 20 mm, 12 für d = 60 mm usw. Für Lager mit einem Innendurchmesser von 10 mm, 12 mm, 15 mm und 17 mm lauten die Kennziffern 00, 01, 02 bzw. 03. Für Lager mit einem Innendurchmesser unter 10 mm und über 500 mm ist die Kennzeichnungsmethode abweichend spezifiziert (siehe GB/T272-93).

 

2) Die Durchmesserreihe des Lagers (d. h. die Reihe der Änderungen des Außendurchmessers und der Breite des Lagers bei gleicher Bauart und gleichem Innendurchmesser) wird durch die dritte Ziffer von rechts des Basiscodes angegeben.

Bei Radial- und Radial-Axiallagern bezeichnen beispielsweise 0 und 1 die besonders leichte Baureihe, 2 die leichte, 3 die mittlere und 4 die schwere Baureihe. Der Größenvergleich der Baureihen ist in der Abbildung unten dargestellt. Mit Ausnahme der besonders leichten Baureihe mit der Bezeichnung 1 entspricht die Bezeichnung für Axiallager der für Radiallager.

3) Die Breitenreihe des Lagers (d. h. die Reihe der Änderungen der Lagerbreite bei gleicher Bauart, gleichem Innendurchmesser und gleicher Durchmesserreihe) wird durch die vierte Ziffer von rechts des Basiscodes angegeben.

Wenn die Durchmesser- und Breitenreihen in Abbildung 13-4 als Reihe 0 (Normalreihe) aufgeführt sind, kann der Breitenreihencode O für die meisten Lager nicht angegeben werden. Bei Pendelrollenlagern und Kegelrollenlagern ist der Breitenreihencode 0 jedoch anzugeben. Durchmesser- und Breitenreihencodes werden zusammenfassend als Dimensionsreihencodes bezeichnet.

 

4) Der Lagertypcode wird durch die fünfte Ziffer von rechts des Basiscodes dargestellt (bei Zylinderrollenlagern und Nadellagern ist der Code ein Buchstabe).

 

2. Postleitzahl

Die Lagerkennzeichnung (Postleitzahl) besteht aus Buchstaben und Zahlen und gibt die Konstruktion, Toleranzen und speziellen Materialanforderungen an. Es gibt viele verschiedene Arten von Lagerkennzeichnungen; hier sind einige gängige Beispiele.

1) Der Code für die interne Struktur dient der Kennzeichnung der unterschiedlichen internen Strukturen desselben Lagertyps. Er besteht aus Buchstaben, gefolgt vom Basiscode. Beispielsweise werden Schrägkugellager mit Kontaktwinkeln von 15°, 25° und 40° durch C, AC bzw. B gekennzeichnet, um den Unterschied in der internen Struktur zu verdeutlichen.

2) Die Toleranzklasse des Lagers ist in sechs Klassen unterteilt: Klasse 2, Klasse 4, Klasse 5, Klasse 6, Klasse 6X und Klasse 0. Die Klassen sind in absteigender Reihenfolge angeordnet und werden mit den Codes /PZ, /P4, /PS, /P6, /P6X und /PO gekennzeichnet. Klasse 6X gilt ausschließlich für Kegelrollenlager; Klasse 0 ist eine Standardklasse und wird in der Radlagerkennzeichnung nicht aufgeführt.

3) Die gängigen Lagerspielklassen sind in sechs Gruppen unterteilt: Gruppe 1, Gruppe 2, Gruppe 0, Gruppe 3, Gruppe 4 und Gruppe 5. Das Lagerspiel nimmt dabei von klein nach groß zu. Gruppe 0 ist eine häufig verwendete Lagerspielklasse, die in der Lagerbezeichnung nicht gekennzeichnet ist. Die übrigen Lagerspielklassen werden in der Lagerbezeichnung mit /CI, /CZ, /C3, /C4 und /CS bezeichnet.

 

3. Vorcodierung

Die Präfixbezeichnung des Lagers dient zur Kennzeichnung der Lagerbestandteile, die durch Buchstaben gekennzeichnet werden. Beispielsweise steht L für den trennbaren Ring eines zerlegbaren Lagers; K bezeichnet die Wälzkörper und Käfigkomponenten des Lagers usw.

 

In der Praxis kommen viele verschiedene Wälzlagertypen zum Einsatz, und die zugehörigen Lagercodes sind oft komplex. Der oben genannte Code stellt den grundlegendsten und gebräuchlichsten Teil der Wälzlagercodes dar. Mit diesem Code können Sie gängige Lager identifizieren und überprüfen. Die detaillierte Codierungsmethode für Wälzlager finden Sie in GBT272.


Veröffentlichungsdatum: 10. Januar 2025