Eigenschaften und Leistungsfähigkeit von Kugelgelenken
Das Kugelgelenklager besteht aus einer sphärischen Kontaktfläche, die sich aus einem Innenring einer Außenkugel und einem Außenring einer Innenkugel zusammensetzt. Kugelgelenklager eignen sich hauptsächlich für Gleitlager bei oszillierenden, geneigten und langsam drehenden Bewegungen.
Kugelgelenke lassen sich in folgende Kategorien einteilen: Schrägkugelgelenke, Axialkugelgelenke, Radialkugelgelenke und Kugelgelenke mit Stiel. Die Klassifizierung von Kugelgelenken basiert hauptsächlich auf der Richtung der belastbaren Last, dem Nennkontaktwinkel und der Bauart.
Was sind die Eigenschaften von Radialkugellagern?
1.GE... Typ E: Einfacher Außenring, keine Schmierölnut. Er ist für Radialbelastungen und geringe Axialbelastungen in beide Richtungen geeignet.
2.GE... Typ ES Einteiliger Außenring mit Schmierölnut. Er ist für Radialbelastungen und geringe Axialbelastungen in beiden Richtungen geeignet.
3.GE... ES-2RS Einseitig geschlitzter Außenring mit Schmierölnut und beidseitigen Dichtringen. Er ist für Radialbelastungen und geringe Axialbelastungen in beiden Richtungen geeignet.
4.GEEW... ES-2RS Einfach geschlitzter Außenring mit Schmierölnut und Dichtringen auf beiden Seiten. Er ist für Radialbelastungen und geringe Axialbelastungen in beiden Richtungen geeignet.
5.GE... ESN-Typ
Der Außenring verfügt über einen einfachen Schlitz mit Schmierölnut und eine Anschlagnut. Er kann Radialkräfte und geringe Axialkräfte in beide Richtungen aufnehmen. Wird die Axialkraft jedoch vom Anschlagring aufgenommen, verringert sich seine Belastbarkeit.
6.GE... XSN-Typ
Doppelt geschlitzter Außenring (geteilter Außenring) mit Schmierölnut und Außenring mit Rastnut. Er kann Radialkräfte und geringe Axialkräfte in beide Richtungen aufnehmen. Wird die Axialkraft jedoch vom Anschlagring aufgenommen, verringert sich seine Belastbarkeit.
7.GE... Typ HS verfügt über einen Innenring mit Schmierölnut und einen doppelten Außenringhalbring. Das Lagerspiel kann nach Verschleiß eingestellt werden. Er ist für Radialbelastungen und geringe Axialbelastungen in beide Richtungen geeignet.
8.GE... Typ DE1
Der Innenring besteht aus gehärtetem Wälzlagerstahl, der Außenring ebenfalls. Der Innenring wird beim Zusammenbau extrudiert und verfügt über eine Schmiernut und Ölbohrungen. Lager mit einem Innendurchmesser von weniger als 15 mm besitzen keine Schmiernuten und Ölbohrungen. Sie sind für Radialbelastungen und geringe Axialbelastungen in beide Richtungen geeignet.
9.GE... DEM1 Typ
Der Innenring besteht aus gehärtetem Wälzlagerstahl, der Außenring ebenfalls. Die Formgebung erfolgt beim Einbau des Innenrings durch Extrusion. Nach dem Einsetzen des Lagers in das Gehäuse wird die Endnut in den Außenring eingepresst, um das Lager axial zu fixieren. Es kann Radialkräfte und geringe Axialkräfte in beide Richtungen aufnehmen.
10.GE... DS-Typ
Der Außenring verfügt über eine Montage- und eine Schmiernut. Er ist auf große Lagergrößen beschränkt. Er kann Radialkräfte und geringe Axialkräfte in beide Richtungen aufnehmen (die Seite mit der Montagenut darf keine Axialkräfte aufnehmen).
Leistungsfähigkeit von Schrägkugellagern
11.GAC... Die Innen- und Außenringe des Typs S bestehen aus gehärtetem Wälzlagerstahl, wobei der Außenring Ölnuten und Ölbohrungen aufweist. Er ist in einer Richtung radial und axial (kombiniert) belastbar.
Merkmale von Axialkugellagern
12. GX... Die S-förmige Welle und das Gehäuse bestehen aus gehärtetem Wälzlagerstahl, der Gehäusering verfügt über Ölnuten und Ölbohrungen. Sie können axiale oder kombinierte Lasten in einer Richtung aufnehmen (die Radiallast darf dabei maximal das 0,5-fache der Axiallast betragen).
Veröffentlichungsdatum: 09. Mai 2024




