Wie wählt man das richtige Unterwasserlager aus?
Es herrscht der weitverbreitete Irrglaube, dass alle korrosionsbeständigen Lager für den Unterwassereinsatz geeignet seien. Dies trifft jedoch nicht zu. Unterwasserroboter, Drohnen, Propellerwellen und Unterwasserförderanlagen erfordern anwendungsspezifische Konstruktionsmerkmale und Speziallager. Welche Lagermaterialien eignen sich für den Unterwassereinsatz?
Einige korrosionsbeständige Lager können in Süßwasser, Salzwasser, Dampf oder anderen Chemikalien eingesetzt werden, jedoch sind nicht alle für den dauerhaften Unterwassereinsatz geeignet. Das vollständige Eintauchen eines Lagers kann dessen Lebensdauer, abhängig vom verwendeten Material, beeinträchtigen. Beispielsweise sind Lager aus Edelstahl der Güteklasse 440 zwar sehr beständig gegen Süßwasser und schwache Chemikalien, korrodieren aber bei Kontakt mit Salzwasser oder vollständigem Eintauchen schnell.
Lager fallen häufig vorzeitig aufgrund von Korrosion, Schmierstoffmangel oder Verunreinigung aus. Ist ein Lager nicht für den dauerhaften Unterwassereinsatz geeignet, kann Wasser eindringen und diese Probleme verstärken. Bei einem Defekt der Gehäusedichtung kann Flüssigkeit in das System gelangen, den Schmierstoff verdünnen und so zusätzliche Reibung erzeugen, die das Bauteil beschädigen kann. Auch Salzwasser oder Chemikalien können Lager korrodieren und deren Lebensdauer verkürzen. Daher sollten bei der Auswahl eines Unterwasserlagers die Anwendung und die Umgebungsbedingungen berücksichtigt werden, um unerwartete Schäden und kostspielige Ausfallzeiten zu vermeiden.
Die Wahl des richtigen Lagers
Es gibt viele Arten von Lagern, die für den Einsatz unter Wasser geeignet sind, aber die Wahl des richtigen Lagers für die jeweilige Anwendung ist entscheidend.
KeramiklagerSie sind salzwasserunempfindlich und eignen sich daher für den Einsatz von Unterwasserdrohnen auf Offshore-Energieanlagen. Zirkoniumdioxid- oder Siliziumnitrid-Werkstoffe sind äußerst langlebig und halten den hohen Belastungen stand, die beispielsweise bei Propellern oder Unterwasserförderanlagen auftreten können.
KunststofflagerSie sind zudem äußerst korrosionsbeständig gegenüber Süß- und Salzwasser und funktionieren auch unter Wasser einwandfrei. Kunststoffalternativen sind eine kostengünstigere Lösung und weisen eine geringe Reibung auf, allerdings ist ihre Tragfähigkeit geringer als die von Stahl- oder Keramiklagern.
316EdelstahllagerDas Lager arbeitet auch unter Vollwasserbedingungen in Süßwasser zuverlässig, ohne zu korrodieren, und hält hohen Temperaturen stand. Daher eignet es sich für Anwendungen mit geringer Belastung und Drehzahl in der Schifffahrt, beispielsweise für Propellerwellen. Es ist auch salzwasserbeständig, sofern es regelmäßig mit Wasser durchströmt wird, um den zur Korrosionsverhinderung notwendigen Sauerstoff zuzuführen.
Die Investition in geeignete Schmierstoffe gewährleistet eine dauerhaft hohe Lagerleistung. Wasserfeste Fette können ebenfalls verwendet werden, sodass die Schmierung nicht durch Wasser verdünnt wird.Nicht alle korrosionsbeständigen Lager eignen sich für den längeren Einsatz unter Wasser. Die Wahl geeigneter Lager, wie z. B. aus Keramik, Kunststoff oder bestimmten Stahlsorten, gewährleistet eine lange Lebensdauer der Produkte, ohne dass beschädigte oder korrodierte Lager ständig ausgetauscht werden müssen.Die Auswahl der verschiedenen Bedingungen, denen ein Lager standhalten kann, trägt zur Verbesserung der Effizienz bei und reduziert die Gesamtkosten für Ersatzteile.
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Veröffentlichungsdatum: 30. Mai 2023




