Seitenbanner

Nachricht

TVorsichtsmaßnahmen bei der Verwendung von Radlagern

 

Abgenutzt oder beschädigtRadlager or Hub-EinheitenFehlerhafte Radlager können zu unerwünschten und kostspieligen Ausfällen Ihres Fahrzeugs im Straßenverkehr führen und sogar Ihre Sicherheit gefährden. Bitte beachten Sie bei der Verwendung und dem Einbau von Radlagern folgende Punkte:

 

1. Um größtmögliche Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten, wird empfohlen, die Radlager unabhängig vom Alter des Fahrzeugs stets zu überprüfen. Achten Sie dabei auf frühe Warnzeichen von Verschleiß an den Lagern, wie beispielsweise Reibungsgeräusche während der Rotation oder eine ungewöhnliche Verzögerung der Radaufhängung beim Abbiegen.

 

Bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb wird empfohlen, die vorderen Radlager nach 38.000 km zu schmieren. Beim Austausch der Bremsanlage sollten die Lager überprüft und die Öldichtungen ersetzt werden.

 

2. Wenn Sie Geräusche aus dem Lagerbereich der Nabe hören, ist es zunächst wichtig, die genaue Stelle zu lokalisieren, an der das Geräusch auftritt. Viele bewegliche Teile können Geräusche verursachen, und es ist auch möglich, dass rotierende Teile mit nicht rotierenden Teilen in Kontakt kommen. Sollte sich herausstellen, dass das Geräusch vom Lager selbst kommt, ist dieses möglicherweise beschädigt und muss ausgetauscht werden.

 

3. Da die Arbeitsbedingungen der Vorderradnabe, die zum Ausfall der Lager auf beiden Seiten führen, ähnlich sind, wird empfohlen, sie paarweise zu ersetzen, selbst wenn nur ein Lager defekt ist.

 

4. Radlager sind empfindlich, daher müssen in jedem Fall die richtigen Methoden und geeigneten Werkzeuge verwendet werden. Bei Lagerung, Transport und Einbau dürfen die Lagerkomponenten nicht beschädigt werden. Einige Lager erfordern einen hohen Einpressdruck, weshalb Spezialwerkzeuge benötigt werden. Beachten Sie unbedingt die Angaben im Handbuch des Fahrzeugherstellers.

 

5. Beim Einbau des Lagers ist auf eine saubere und ordentliche Umgebung zu achten. Das Eindringen von Feinstaub verkürzt die Lebensdauer des Lagers. Daher ist es äußerst wichtig, beim Lagerwechsel für Sauberkeit zu sorgen. Das Lager darf nicht mit einem Hammer bearbeitet werden und darf nicht fallen gelassen werden (oder anderweitig unsachgemäß behandelt werden). Vor dem Einbau sind der Zustand von Welle und Gehäuse zu prüfen, da selbst geringfügiger Verschleiß zu Passungsproblemen und damit zu vorzeitigem Lagerausfall führen kann.

 

6. Versuchen Sie nicht, das Radlager zu demontieren oder den Dichtring der Radlagereinheit einzustellen, da dies zu Beschädigungen des Dichtrings und zum Eindringen von Wasser oder Staub führen kann. Auch die Laufbahnen der Dichtungen und Innenringe können beschädigt werden, was einen dauerhaften Lagerausfall zur Folge hat.

 

7. Der mit dem ABS-Lager ausgestattete Dichtungsring enthält einen magnetischen Schubring, der nicht mit anderen Magnetfeldern in Berührung kommen darf. Nehmen Sie ihn vor dem Einbau aus der Verpackung und halten Sie ihn von Magnetfeldern, wie sie beispielsweise von Elektromotoren oder Elektrowerkzeugen erzeugt werden, fern. Überprüfen Sie nach dem Einbau der Lager deren Funktion anhand der ABS-Warnanzeige im Armaturenbrett während Fahrtests.

 

8. Um festzustellen, auf welcher Seite der Druckring montiert werden muss, halten Sie einen kleinen, leichten Gegenstand nahe an den Rand des Lagers. Die vom Lager erzeugte Magnetkraft zieht den Gegenstand an. Richten Sie beim Einbau die Seite mit dem magnetischen Druckring nach innen, sodass sie auf das Sensorelement des ABS zeigt. ACHTUNG: Eine falsche Montage kann zum Ausfall des Bremssystems führen.

 

9. Viele Lager sind abgedichtet und benötigen daher während ihrer gesamten Lebensdauer kein Fett. Andere, nicht abgedichtete Lager, wie z. B. zweireihige Kegelrollenlager, müssen hingegen bei der Montage gefettet werden. Aufgrund der unterschiedlichen Größen der Lagerinnenräume ist es schwierig, die benötigte Fettmenge genau zu bestimmen. Am wichtigsten ist, dass sich ausreichend Fett im Lager befindet. Ist zu viel Fett vorhanden, tritt es beim Drehen des Lagers aus. Als Faustregel gilt: Die Gesamtfettmenge sollte bei der Montage 50 % des Lagerspiels betragen.

Beim Anziehen der Kontermutter variiert das erforderliche Drehmoment aufgrund der unterschiedlichen Lagertypen und Lagersitze erheblich. Beachten Sie unbedingt die Anweisungen.


Veröffentlichungsdatum: 27. August 2025