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Bei der Auswahl von Lagern für Kälteanlagen sind 6 Faktoren zu berücksichtigen.

 

Alle Arten von Wälzlagern weisen unterschiedliche Eigenschaften auf und eignen sich für verschiedene Anwendungsfälle in unterschiedlichen Maschinen. Unter normalen UmständenAxial- und Schrägkugellagerwerden bei Lagerung von Axialkräften ausgewählt;

 

Kugellagerwerden typischerweise für Hochgeschwindigkeitsanwendungen eingesetzt, und Wälzlager werden für hohe Radialbelastungen verwendet.

 

1. Der von der Maschine eingenommene Platz und die Position der MaschineLager

 

Im Maschinenbau wird üblicherweise zuerst der Wellendurchmesser bestimmt und anschließend das Wälzlager entsprechend ausgewählt. Kugellager werden üblicherweise für kleine Wellen und Rollenlager für große Wellen verwendet. Wenn der Lagerdurchmesser der Maschine jedoch begrenzt ist,NadellagerEs werden Kugel- oder Rollenlager der besonders leichten und ultraleichten Bauart ausgewählt; wenn die axiale Position des Lagers in der Maschine eingeschränkt ist, stehen Kugel- oder Rollenlager der schmalen oder besonders schmalen Bauart zur Verfügung.

 

2. Die Größe, Richtung und Art der Belastung des Lagers

 

Die Belastung ist der wichtigste Faktor bei der Auswahl von Lagern. Wälzlager werden für höhere Belastungen eingesetzt, Kugellager für leichte bis mittlere Belastungen, und Lager aus einsatzgehärtetem oder bainitgehärtetem Stahl sind für die Aufnahme von Stoß- und Vibrationsbelastungen ausgelegt.

 

Bezüglich der Lastwirkungsrichtung eignen sich bei rein radialen Belastungen Rillenkugellager, Zylinderrollenlager oder Nadellager. Bei geringen rein axialen Belastungen kommen Axialkugellager zum Einsatz; für hohe reine axiale Belastungen sind Axialrollenlager verfügbar. Bei kombinierter radialer und axialer Belastung werden üblicherweise Schrägkugellager oder Kegelrollenlager verwendet.

 

3.Die Selbstausrichtungsleistung des Lagers

 

Weicht die Wellenmittellinie von der Mittellinie des Lagergehäuses ab, entsteht ein Winkelfehler. Ist der Abstand zwischen den beiden Wellenlagern groß und die Wellensteifigkeit gering, neigt die Welle unter Belastung zum Verbiegen oder Kippen. In solchen Fällen empfiehlt sich die Verwendung von Pendelkugel- oder Pendelrollenlagern mit guten Ausrichteigenschaften und Außenkugellagern. Diese Lager gewährleisten einen einwandfreien Betrieb auch bei leichter Wellenverkippung oder -biegung.

 

Die Qualität der Selbstausrichtung des Lagers hängt mit der von ihm zugelassenen axialen Abweichung zusammen; je größer der Wert der axialen Abweichung ist, desto besser ist die Selbstausrichtung.

 

4. Steifigkeit des Lagers

 

Die Lagersteifigkeit beschreibt die Kraft, die erforderlich ist, um eine Verformung von einer Einheit zu erzielen. Die elastische Verformung von Wälzlagern ist sehr gering und muss in den meisten Maschinen nicht berücksichtigt werden. Bei einigen Maschinen, wie beispielsweise Werkzeugmaschinenspindeln, ist die Lagersteifigkeit jedoch ein wichtiger Faktor, weshalb in der Regel Zylinder- und Kegelrollenlager zum Einsatz kommen. Da diese beiden Lagertypen unter Last punktuellen Kontakt mit der Laufbahn haben, ist ihre Steifigkeit gering.

 

Darüber hinaus können alle Arten von Lagern vorgespannt werden, um die Steifigkeit der Lagerung zu erhöhen. Zum BeispielSchrägkugellagerund KegelrollenlagerUm Wellenschwingungen zu verhindern und die Lagersteifigkeit zu erhöhen, wird bei der Montage häufig eine axiale Vorspannung aufgebracht, um die Lager gegeneinander zu pressen. Wichtig ist dabei, dass die Vorspannung nicht zu groß ist. Ist sie zu hoch, erhöht sich die Lagerreibung, die Temperatur steigt und die Lagerlebensdauer wird beeinträchtigt.

 

5. Die Drehzahl des Lagers

 

Jedes Lagermodell hat seine eigene Grenzdrehzahl, die durch physikalische Eigenschaften wie Größe, Typ und Bauart bestimmt wird. Die Grenzdrehzahl bezeichnet die maximale Betriebsdrehzahl des Lagers (üblicherweise in U/min). Wird diese Grenze überschritten, steigt die Lagertemperatur, das Schmiermittel verdunstet und das Lager kann sogar blockieren. Der für die Anwendung erforderliche Drehzahlbereich hilft bei der Auswahl des passenden Lagertyps. Die meisten Lagerhersteller geben die maximale Drehzahl ihrer Produkte in ihren Produktkatalogen an. In der Praxis hat sich gezeigt, dass ein Betrieb unterhalb von 90 % der Grenzdrehzahl vorteilhaft ist.

 

Generell empfiehlt sich bei höheren Drehzahlen der Einsatz von Rillenkugellagern, Schrägkugellagern und Zylinderrollenlagern. Bei niedrigeren Drehzahlen sind Kegelrollenlager eine Alternative. Die Grenzdrehzahl von Kegelrollenlagern beträgt in der Regel etwa 65 % derjenigen von Rillenkugellagern, 70 % derjenigen von Zylinderrollenlagern und 60 % derjenigen von Schrägkugellagern. Axialkugellager haben eine niedrige Grenzdrehzahl und eignen sich nur für niedrige Drehzahlen.

 

6. Es eignet sich gut für die Montage und Demontage von Lagern.

 

Bei der Auswahl des Lagertyps ist auch die Montage- und Demontagefreundlichkeit zu berücksichtigen, insbesondere bei großen und übergroßen Lagern. Schrägkugellager, Kegelrollenlager, Zylinderrollenlager und Nadellager mit abnehmbarem Außenring lassen sich leicht montieren und demontieren, da ihre Innen- und Außenringe entweder auf der Welle oder im Gehäuse montiert werden können. Auch Pendelrollenlager mit Kegelbohrung und Adapterhülse, zweireihige Zylinderrollenlager und Pendelkugellager sind einfach zu montieren und zu demontieren.

 

 


Veröffentlichungsdatum: 23. Juni 2025